Nachfolgeseminar für die OC-Kursabsolventen der Jahre 2015 und 2016 in Budapest

Im Zentrum für internationale Fortbildungen (NOK – ZIF) hatten insgesamt 18 Teilnehmer, Absolventen der beiden MEPA-OC-Kurse aus Österreich, Deutschland, der Slowakei, der Schweiz, Slowenien und Ungarn, die Möglichkeit, sich zwischen dem 17.-20. September 2019 in Budapest erneut zu treffen.
Die OC-Kurse sind die englischsprachige Version der gutbewährten MEPA-Hauptkurse, die unter finanziellen Förderung der Kommission der Europäischen Union zustande gekommen sind. Durch sie bat sich die Möglichkeit zur Teilnahme am Hauptkurs auch für die Englisch sprechenden Polizeibeamten.
Die Veranstaltung wurde von der stellvertretenden Direktorin des Fortbildungszentrums, von Frau Oberst Emese Horváczy eröffnet.   Zielsetzungen des Seminars waren in erster Linie die Aktualisierung des Wissens- und Informationsstandes bezüglich OK-relevanter Straftaten, das Kennenlernen der neuen täterspezifischen Elemente und speziellen Begehungsformen, sowie Aufzeigen von neuen Mitteln und Methoden bei der Verfolgung und Prävention von OK. Eines der wichtigsten Ziele des Seminars waren laut Motto der MEPA natürlich der Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen aus der Praxis und die Erfrischung der Fremdsprachenkenntnisse der Teilnehmer.   Während der insgesamt drei Arbeitstagen hörten sich die Teilnehmer in einer sehr guten Seminaratmosphäre die Vorträge der Referenten – die meistens selbst die Teilnehmer des Seminars, also Kursabsolventen waren – über die Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung, die internationale kriminalpolizeiliche Zusammenarbeit und die damit zusammenhängenden Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten an.
Das Themenspektrum war besonders breit und die Teilnehmer lernten neue Phänomene und Begehungsformen der Kriminalität kennen. Besonders spannend waren die Vorträge über die „super recogniser“, über Menschenhandels- und Korruptionsfälle, sowie der Besuch bei der Ungarischen Banknotendruckerei.   In ihren Erfahrungsberichten argumentierten die Teilnehmer dafür, dass Alumni-Veranstaltungen auch in der Zukunft gehalten werden sollten, da das Netzwerk der Kursabsolventen als eine besonders gute und effiziente Form der internationalen kriminalpolizeilichen Zusammenarbeit gilt.